Interview mit Stefan von HEIMPLANET

In den nächsten Tagen steht bekanntermaßen der Release unserer Capsule Collection mit HEIMPLANET auf dem Plan. Wir wollten euch vorab noch einmal die Männer hinter dem innovativen deutschen Outdoor Brand vorstellen. Heimplanet aus Hamburg hat es sich zum Ziel gesetzt, das bestmögliche Reiseequipment für jede Reise herzustellen. Wie es dazu kam erläutert Heimplanet-Founder Stefan. Er spricht über Entstehung, Inspirationen und anstehende Projekte.

 

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Hi Stefan schon einmal vorab: Vielen Dank für deine Zeit. Erzähl uns doch mal was darüber, wie und wann es zur Idee für das Projekt „Heimplanet“ kam.

Die Idee für Heimplanet wurde 2003 während eines Surf-Trips mit meinem Kumpel Stefan entlang der portugiesischen Küste geboren. Während der Reise mussten wir unser Zelt mehrere Male auf- und abbauen. Eines Tages kamen wir relativ 
spät an, es wurde dunkel und begann zu regnen, während wir uns mit unserem Zelt herumschlugen. In dem Moment kam uns
 die Idee, wie das Zelt der Zukunft aussehen könnte.
Nachdem wir 2011 unser erstes Zelt vorgestellt hatten war uns sehr schnell klar, dass wir es nicht bei Zelten belassen wollten. Mit HEIMPLANET möchten wir Produkte anbieten, die Du jeden Tag nutzen kannst und möchtest, weil sie für die extreme Beanspruchung von Reisen entwickelt wurden.

 

Was war für euch der Ansporn, die Schnapsidee in die Realität umzusetzen?

So lange wir uns kennen, war es eines unserer Ziele, eine eigene Firma zu gründen. Mit HEIMPLANET und der Idee zum Zelt war damit natürlich die perfekte Basis gegeben. Die 3 Jahre in denen wir unser erstes Zelt entwickelt haben, waren extrem lehrreich für uns. Schwierig, aber auch sehr spannend. Es gibt kaum etwas besseres, als die eigene Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Das Spiel mit Materialien, Farben, unterschiedlichen Finishes und Verfahren ist einfach großartig. Genau dieser Weg von der Idee über ein Konzept zum fertigen Produkt ist die größte Motivation für uns. Wenn dann am Ende auch noch das Feedback stimmt, können wir gut schlafen.

 

Wo findet ihr Inspiration für eure Produkte? Habt ihr externe Designer?

Alle unsere Designs und Produkte entstehen bei uns intern. Wir haben sehr schnell gelernt, dass die Entwicklung und das Design so wichtig für uns sind, dass wir sie nicht von anderen machen lassen wollen. Spezielle Inspirationsquellen gibt es eigentlich nicht, wir versuchen für alle Richtungen und Einflüsse offen zu sein. Allerdings ist die Outdoorwelt, unsere Messlatte. Schon bei der Entwicklung unseres ersten Zelts haben wir uns das Ziel gesetzt, den Aufbau und das System des Zelts komplett neu zu interpretieren. Gleichzeitig haben wir penibel darauf geachtet, dass auch die restlichen Zeltkomponenten absolut hochwertig und einwandfrei entwickelt werden. Gerade bei einem neuen Konzept ist es wichtig, dass man seine Hausaufgaben macht. Ob jemand ein aufblasbares Zelt besser findet oder eben nicht, hängt von persönlichen Vorlieben ab. Ob unser Zelt ein gutes Zelt ist oder eben nicht, dafür gibt es klar definierte Kriterien.
Diese Messlatte haben wir entschieden, ist genau richtig für uns. Kaum ein Markt ist so kritisch wenn es um Qualität und Funktion geht, wie der Outdoormarkt. Wenn wir uns hier behaupten, dann können wir im Bereich Design eigene Wege beschreiten. Die Verbindung aus Funktion und Design ist für uns eben absolut essentiell. Nur ein Produkt das in allen Belangen funktioniert ist ein gutes Produkt, der Rest ist nur Deko.

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Als Schuhladen können wir auf diese Frage gewissermaßen in einem Interview nicht verzichten: Welcher Sneaker ist dein Lieblingsschuh und hat der Einfluss auf deine Arbeit?

Bei mir hat das Thema Sneaker mit dem Converse Weapon Hi, purple & gold begonnen. Der erste Schuh für den ich mein Taschengeld gespart habe. Danach erinnere ich mich an den Air Jordan VII – Bordeaux Black Graphite. Der große Bruder meines besten Freunds hat ihn damals getragen und der Schuh war damals für mich der Inbegriff von cool. Wir beide lieben gute Sneaker und sind früher regelmäßig vor Clubtüren abgewiesen worden. Aktuell sind die Entwicklungen bei Adidas sehr spannend, mein letzter Kauf war der NMD_R1 primeknit.
Grundsätzlich sind Sneaker im Produktdesign eine extrem spannende Kategorie und gerade in den letzten Jahren richtungsweisend beim Einsatz innovativer Materialien und Herstellungsverfahren. Wir sehen da starke Parallelen zu unseren Taschen. Ein und dasselbe Modell kann durch andere Material- und Farbkombinationen ganz neu interpretiert werden. Ich denke da können wir viel von lernen und auf unsere Taschen übertragen.

 

Gibt es neben der Kollaboration mit Afew noch andere Projekte, auf die sich eure Kunden und Fans in naher Zukunft freuen können?

Wir arbeiten gerade an verschiedenen Projekten und Produkten, über die ich leider noch nicht so viel verraten kann, aber es gibt viele spannende Möglichkeiten mit denen wir gerade spielen und wir stehen hoffentlich erst ganz am Anfang. Eine Reihe Neuerungen werden wir noch im Laufe dieses Jahres vorstellen. Es wird auf alle Fälle in allen Kategorien Neuerungen geben und evtl. die ein oder andere hinzukommen.

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Welche Ziele habt ihr für die nächsten anderthalb Jahre?

Im Juni geht es für eine Fotoproduktion nach Norwegen, im Juli steht die Outdoor Messe in Deutschland an und direkt im Anschluss geht es auf eine Messe in die USA. Davor müssen wir noch unsere Neuentwicklungen abschließen. Ende des Jahres geht es dann hoffentlich auf eine Reise nach Asien, insbesondere Japan ist ein Reiseziel. Danach schauen wir weiter.

 

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten und das nette Interview, die letzten Worte gehören euch…

Buy less, buy better. Happy Japan Day 2016.